Neue Bhne Bruck
Fräulein Smillas Gespür für Schnee
von Andreas Harwath
nach dem gleichnamigen Roman von Peter Hoeg
(Premiere: November 2008)

"Ich bin nicht vollkommen. Schnee und Eis sind mir lieber als die Liebe. Es fällt mir leichter, mich für die Mathematik zu interessieren als meine Mitmenschen zu mögen.“

Der sechsjährige Jesaja stürzt vom Dach eines Kopenhagener Wohnhauses: Laut Polizeibericht ein Unfall. Doch für Smilla Jaspersen, die mit dem kleinen Jungen befreundet war, deuten die Spuren im Schnee auf einen Mord hin. Die couragierte Wissenschaftlerin begibt sich auf die Suche nach dem Täter. Sie erzählt von sich, ihrer Familie, ihrer Kindheit in Grönland und von ihren Konflikten mit der Kultur des modernen Europa. Ihre Nachforschungen ergeben Verbindungen zu mysteriösen Expeditionen ins Ewige Eis.

Die Romanvorlage von Peter Hoeg avancierte zum internationalen Bestseller und wurde erfolgreich verfilmt. Die Bearbeitung der NBB ist ein spannender Thriller und zugleich die Lebensgeschichte einer ungewöhnlichen Titelheldin: Der ruppigen, unangepassten und zugleich verletzlichen Smilla.

mit Walter Cordier, Sabine Hannig, Andreas Harwath, Kerstin Krefft und Alexander Schmiedel
Regie: Andreas Harwath



Fürstenfeldbrucker SZ vom 24.11.2008:

Unkonventionelles Theater mit großem Spannungsfaktor

Insgesamt 516 Buchseiten füllt der erfolgreiche Roman von Peter Hoeg - Andreas Harwath hat nun den Bestseller "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" in eine rund 90 Minuten dauernde Theaterfassung verpackt. 23, meist kurze Szenen machen dabei eine Unzahl von Unterbrechungen und Umbauten vor den Augen des Publikums in der Neuen Bühne Bruck notwendig. Doch was sich wie der sichere Tod für eine spannende Kriminalhandlung anhört, ist in Wahrheit kein Hindernis für ein unkonventionelles, aber ohne Frage starkes Theaterstück, das am Freitag in Fürstenfeld Premiere feierte.
Die Spannung leidet dank der stimmigen Regie Harwaths und der guten schauspielerischen Leistung in keiner Sekunde. Herausragend ist beispielsweise die Besetzung der Hauptrolle gelungen, wo Kerstin Krefft als hartnäckige und mit bissigem Humor ausgestattete Smilla Jaspersen überzeugt.(...)
Dominik Weiss


Fürstenfeldbrucker Tagblatt vom 26.11.2008:

Zwischen Mathematik und Emotion

Kerstin Krefft hält in "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" die notwendige Balance

Regisseur Andreas Harwath hat sich an den Bestsellerroman „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ gewagt und in seiner Inszenierung an der Neuen Bühne mit der Protagonistin Smilla, gespielt von Kerstin Krefft, eine gleichsam eisige, wie auch hochemotionale Wirkung erzielt.

So schleicht sich auch Harwaths Smilla in der Neuen Bühne wie ein Eiskristall in die Herzen, die sich im Lauf des Spiels unweigerlich für sie erwärmen müssen. Die Videoanimationen von Felix Ebner untermalen das Spiel der fünf Akteure und hauchen diesem die endlose Weitläufigkeit und Tiefe und die Kälte Grönlands ein.
Sabine Hannig, Walter Cordier und Andreas Harwath schlüpfen in dieser Inszenierung in ganz unterschiedliche Charaktere und beweisen in allen Rollen überaus glaubhaft ihr schauspielerisches Talent. Sparsam dekoriert mit weißen Würfeln und ebensolchen Wänden wird hier ein Spiel gespielt, ein Tanz auf dem Eis getanzt, das die Besucher mitnimmt.
Dort, in dieser Welt, diesem Gespür, angekommen dürfen sie gespannt sein, was auf sie zukommen wird. Sachlich, nüchtern und somit leicht unterkühlt wirkend – dennoch angefüllt mit emotionaler Weiblichkeit – geht Smilla dem Tod des sechsjährigen Jesaja nach, der vom Dach ihres Wohnhauses stürzt.(...) Die Hauptrolle ist mit Kerstin Krefft bestens besetzt – sie hält ihr mathematisches und emotionales Gespür im äußersten Gleichgewicht.
Angi Kiener




Für die freundliche Unterstützung der Produktion "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" danken wir unserem Sponsor Sparkasse Fürstenfeldbruck.

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