Neue Bhne Bruck
Der Kontrabass
von Patrick Süskind
(ab Februar 2015)

Ein Mann und sein Problem: Die Geliebte macht ihm zu schaffen. Sie verlangt soviel Aufmerksamkeit. Will ständig in den Armen gehalten und gestreichelt werden. Sie ist so zart besaitet, dass der Mann höllisch aufpassen muß, sich ihr gegenüber nicht im Ton zu vergreifen.

Andererseits hat sie etwas Herbes, ist derart plump, dass man sie nicht einmal überallhin mitnehmen kann. Selbst an der Schönheit beginnt der Mann zu zweifeln. Dieser dünne Langhals, dieser üppige, unförmige Körper – von weiblicher Grazie keine Spur. Trotzdem kommt er nicht von ihr los. Sie hat schließlich auch ihre guten Saiten.

Begeisterung beim Publikum löste die Premiere von Patrick Süskinds Ein-Mann-Stück „Der Kontrabaß“ in der NBB aus. Die Begeisterung war durchaus gerechtfertigt, denn Harald Molocher verstand es, die Zuschauer von der ersten Minute in den Bann zu ziehen. Man hatte tatsächlich den Eindruck, direkt im schallisolierten Wohnzimmer des gleichermaßen frustrierten wie verliebten Bassisten zu sitzen. Am Anfang überheblich mit sich und der Welt zufrieden [...] brökelte die Fassade schnell und heraus kam ein frustrierter Durchschnittsmensch mit allen Schwächen und Spleens.
Danker versteht es, den Zuschauer immer wieder zu verwirren, und Molocher rundet das Ganze durch gezieltes Spiel mit extremen Stimmungen ab. Er ist eine tragische Figur und zugleich unendlich komisch.

Süddeutsche Zeitung 17.11.1990



„Harald Molocher spielt seine Rolle so leidenschaftlich überzeugend, dass man sich fragt, warum er sich denn nicht öfter alleine auf die Bühne stellt, um die Besucher mit seiner Mischung aus Wahnsinn und Genialität zu begeistern.“

Florian J. Haamann in der Süddeutschen Zeitung vom 9.2.2015

Inszenierung: Rudolf Danker †

mit Harald Molocher



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