Neue Bühne Bruck
Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner
von Ingrid Lausund
(Premiere: Oktober 2014)

Fünf Schauspieler proben eine Wohltätigkeitsveranstaltung für ein afrikanisches Schulprojekt. Sie sind nicht prominent, aber dafür hochmotiviert zu helfen und wollen möglichst viele Spenden sammeln. Darin sind sie sich einig. Doch wie das geschehen soll, da gehen die Meinungen auseinander und die fünf Schauspieler schnell aufeinander los.

Wie ist die richtige Betonung von "Hungerkatastrophe"? Sollte man vielleicht doch einen "richtigen" Afrikaner auf die Bühne stellen, damit die Botschaft authentischer rüberkommt? Wer hat wie viel Redezeit?

Ein bitterböser Eiertanz um politische Korrektheit, falsche und echte Betroffenheit, Vorurteile und Pauschalisierungen beginnt. Dabei gerät die Probe zum gut gemeinten Spendenabend zu einem Schaulauf der Eitelkeiten und das eigentliche Ziel verschwindet zunehmend aus dem Blickfeld, bis der Abend eine unerwartete Wendung nimmt.

Ingrid Lausund ist eine der meist inszenierten zeitgenössischen Theaterautorinnen im deutschsprachigen Raum. Mit "Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner" hat sie mit leichter Hand eine scharfzüngige Satire über Wohltätigkeit geschaffen, die zum Nachdenken über Verantwortung und Engagement anregt.

mit Irene Lammert, Bartholomäus Sailer, Alexander Schmiedel, Silvie Stollenwerk und Hagen Ullmann

Regie und Bühne: Philipp Jescheck

Bühnenfotos: Karin Moser


Pressestimmen

Valentina Finger in der Süddeutschen Zeitung vom 20.10.2014:

Die Neue Bühne Bruck hat sich mit Ingrid Lausunds Satire "Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner" selbst übertroffen. Der Stoff ist bitterböse, die Schauspieler grossartig. [...] Gründe für ein solch hohes Lob gibt es mindestens fünf: Irene Lammert, Alexander Schmiedel, Bartholomäus Sailer, Silvie Stollenwerk und Hagen Ullmann spielen ihre Rollen als spielten sie nicht [...]. [So] ist Philipp Jeschecks Interpretation des brisant-amüsanten Stoffs mit das Beste, was die Neue Bühne Bruck seit Langem gezeigt hat. Bedenkt man die zahlreichen gelungenen Vorgänger, soll das wirklich etwas heißen [...].


Ulrike Osman im Münchner Merkur vom 21.10.2014:

Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner [...] zeigt fünf schräge, aber eitle Typen, die irgendwie was Gutes tun wollen. [...] Das Publikum erlebt einen höchst amüsanten Abend. [...] [Das Stück] lässt eine Handvoll Menschen die Absurdität der Welt vorführen. [...] Herrlich die 5 Typen. [...] Der Witz an der Satire: Sie ist ganz ernst gemeint!

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